TRAUMA
Auf dieser Seite finden Sie Orientierung dazu, wie sich Traumafolgen zeigen können – und wie Integrative Hypnosetherapie Sie auf Ihrem Weg der Verarbeitung und Heilung unterstützen kann.
WENN DAS ERLEBTE TIEFE SPUREN HINTERLÄSST
Vielleicht kennen Sie das: plötzliche innere Bilder oder Erinnerungsfetzen, unerklärliche Anspannung, das Gefühl, wie betäubt oder „nicht richtig da“ zu sein. Schlafstörungen, innere Unruhe, Schreckhaftigkeit, Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen oder zu vertrauen. Vom Kopf her wissen Sie, dass Sie heute in Sicherheit sind – und trotzdem fühlt es sich im Körper anders an.
Ein Trauma entsteht nicht allein durch das Ereignis selbst, sondern durch das, was es im Inneren bewirkt.
Wie entsteht Trauma?
Manche Erfahrungen sind so überwältigend, dass sie im Nervensystem „hängen bleiben“. Äußerlich ist das Ereignis vorbei, doch innerlich läuft der Alarm weiter: Der Körper reagiert, als wäre die Situation noch nicht beendet.
Traumatische Erfahrungen können einmalig, wiederholt oder subtil sein – ein Unfall, ein Verlust, Gewalt, aber auch emotionale Vernachlässigung oder übermäßige Verantwortung in der Kindheit.
Ein Trauma entsteht nicht allein durch das Ereignis selbst, sondern durch das, was es im Inneren bewirkt. Entscheidend ist, ob das Nervensystem die Erfahrung verarbeiten konnte – oder ob es in einem Zustand von Überforderung stecken geblieben ist. Wenn die damalige Alarmreaktion nicht vollständig abgeschlossen wurde, bleibt der Körper in ständiger Bereitschaft: zwischen Übererregung, Rückzug oder innerer Taubheit.
Trauma bedeutet daher weniger „Was ist passiert?“, sondern vor allem: Was hat es in Ihnen hinterlassen?
Wie sich Traumafolgen zeigen können
Traumareaktionen sind sehr individuell und zeigen sich auf unterschiedlichen Ebenen – körperlich, emotional oder im Verhalten:
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plötzliche Überflutung durch Erinnerungen oder Gefühle
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innere Leere, Dissoziation oder das Gefühl, „nicht richtig da zu sein“
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Schlafstörungen, innere Unruhe, Schreckhaftigkeit
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chronische Anspannung, Schmerzen, Erschöpfung
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Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen oder Vertrauen zu empfinden
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Selbstkritik, Scham oder Schuldgefühle
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übermäßige Kontrolle, Perfektionismus oder ständige Leistungsorientierung
Traumatherapie bedeutet, sich selbst neu zu erleben – als Gestalter:in eines heute sicheren und lebendigen Lebens.
Wie Integrative Hypnosetherapie bei Trauma helfen kann
In der Integrativen Hypnosetherapie geht es darum, Ihr Nervensystem zu stabilisieren, innere Sicherheit aufzubauen und behutsam an die Wurzeln der Belastung heranzugehen. Ziel ist nicht, Vergangenes zu löschen, sondern die damals gebundene Energie zu lösen, sodass Ihr System die alte Alarmbereitschaft nach und nach wieder loslassen kann. Traumatherapie bedeutet dann, sich selbst neu zu erleben – weniger als Opfer der Vergangenheit, mehr als Gestalter:in eines heute sicheren und lebendigen Lebens.
- Nervensystem regulieren: Am Anfang steht Stabilisierung: Über achtsame Körperwahrnehmung, Ressourcenarbeit und das bewusste Pendeln zwischen Anspannung und Entlastung lernt Ihr Nervensystem, wieder in ein „verträgliches Fenster“ von Aktivierung und Ruhe zurückzufinden.
- Affekt-Brücke & Arbeit mit Anteilen: In Trance nutzen wir aktuelle Reaktionen (z. B. Angst, Rückzug, Anspannung) als Einstieg zu den dahinterliegenden Prägungen. Wir begegnen inneren Anteilen – verletzten, schützenden, kontrollierenden oder abwertenden – und stärken Kooperation statt inneren Kampf. So kann aus früherer Ohnmacht allmählich ein Gefühl von innerer Stärke und Selbstwirksamkeit entstehen.
- Körper & Emotion verbinden: Abgespaltene oder „eingefrorene“ Gefühle dürfen in gut dosierten Schritten wieder auftauchen, während Sie gleichzeitig Halt und Regulation erleben. Die Erfahrung „Ich kann das heute halten“ wirkt wie eine korrigierende Erfahrung und signalisiert Ihrem Nervensystem: Die Gefahr ist vorbei.
- Kognition & Integration: Neue innere Sätze wie „Ich bin sicher“ oder „Ich darf Grenzen haben“ werden mit einem Zustand von Ruhe und Stabilität verknüpft. In der sogenannten Rekonsolidierung – wenn Erinnerungen noch einmal aktiviert und neu gespeichert werden – können alte Alarmmuster umgeschrieben werden: Aus „Auslöser bedeutet Gefahr“ wird „Auslöser ist wahrnehmbar und für mich regulierbar“.