HYPNOSE
HYPNOSE VERSTEHEN: EINE MODERNE SICHT AUF EINE ALTE FÄHIGKEIT DES GEISTES
Neuropsychologisch fundiert – therapeutisch genutzt
Ein Arm wird schwer, ein Schmerz tritt in den Hintergrund, ein Gefühl von Ruhe breitet sich aus, ohne dass sich äußerlich „objektiv“ viel verändert hat. In der Hypnose wird erfahrbar, dass Körper und Geist keine getrennten Bereiche sind, sondern eine Einheit: Innere Bilder, Bedeutungen und Erwartungen können spürbare körperliche Reaktionen auslösen.
Alles was fasziniert und die Aufmerksamkeit eines Menschen festhält oder absorbiert, könnte als hypnotisch bezeichnet werden.
Milton H. Erickson
Was ist Hypnose? In einem Satz …
Eine uralte Methode – neu entdeckt
Das Gehirn empfängt nicht nur Sinnesinformationen, es macht Vorhersagen und gleicht diese mit den Sinnesdaten ab.
Wie Wahrnehmung grundsätzlich zustande kommt
Wie Hypnose in diese Mechanismen eingreift
Bilder – die Sprache des Unbewussten
Wie wirkt Hypnose im Gehirn?
Vom Verstehen zum Erleben – die Brücke, die Hypnose schlägt
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Das Gehirn erkennt: „Mein bisheriges Modell (z. B. „Ich bin nicht sicher“, „Ich kann das nicht“, „Ich bin nicht gut genug“, „Schmerz ist bedrohlich“) passt nicht mehr zu dem, was ich erlebe.“
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Es erhält wiederholt neue, emotional relevante Erfahrungen, die dem alten Modell widersprechen.
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Die alten Erwartungen werden nach und nach abgeschwächt und durch neue ersetzt.
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die Aufmerksamkeit auf bestimmte innere Erfahrungen lenkt,
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innere Bilder und Körperzustände so intensiv macht, dass sie für das Gehirn lernrelevant werden,
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störende Ablenkungen (z. B. Grübeln, Selbstkritik, äußere Reize) vorübergehend in den Hintergrund treten lässt.
Typische Anliegen, bei denen Hypnose unterstützen kann
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Stress, Überforderung, innerer Unruhe, leichte und mittlere Depressionen
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Ängsten und Unsicherheiten (z. B. Prüfungsangst, Auftrittsangst)
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Gewohnheitsänderungen (z.B. Rauchen, Gewichtsreduktion)
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Selbstwert- und Beziehungsthemen
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Schlafstörungen und Grübelschleifen
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körperlichen Beschwerden mit psychischer Beteiligung (z. B. Spannungszustände, Migräne, psychosomatische Beschwerden – in Ergänzung zur ärztlichen Abklärung)
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Unterstützung bei Veränderungsprozessen (z. B. berufliche Neuorientierung, Loslassen von Mustern oder Gewohnheiten)
Die häufigsten Fragen und Antworten
Wie fühlt man sich in Hypnose?
Hypnose ist ein ganz natürlicher, wenn auch besonderer Bewusstseinszustand. Grundsätzlich fühlt es sich entspannt und sehr angenehm an, wie kurz vor dem Einschlafen. Aber Sie schlafen nicht, sondern bekommen in der Regel alles mit, was der Hypnotiseur sagt. Je häufiger Sie Hypnose praktizieren, desto eher werden Sie spüren, wenn Sie in einen hypnotischen Zustand wechseln.
Verliere ich die Kontrolle?
Hypnose-Shows vermitteln den Eindruck, dass Probanden gegen ihren Willen peinliche Dinge tun, die sie bewusst nie tun würden. Hier ist wichtig zu wissen, dass solche Shows nach ganz bestimmten Regeln verlaufen. Der Hypnotiseur sucht sich durch einen längeren Auswahlprozess und Tests diejenigen Kandidaten heraus, die besonders kooperativ und bereit sind (bewusst und unbewusst) mitzumachen. Das ist dann keinesfalls gespielt, aber es deckt sich mit der innerlichen Bereitschaft des Probanden. Generell lässt sich sagen: In Hypnose ist der kritische Verstand zwar gedämpft, aber nicht ausgeschaltet. Suggestionen, die als nicht passend empfunden werden, können zurückgewiesen werden. Niemand kann Sie zwingen, etwas zu tun oder zu erzählen, was Sie selbst nicht wollen.
Kann es passieren, dass ich aus der Hypnose nicht mehr herauskomme?
Nein. Denn Sie schlafen nicht und sind auch nicht bewusstlos. Sie können die Hypnose jederzeit unterbrechen – wenn Sie es denn wollen.
Wie unterscheiden sich Hypnose und Meditation?
Beide Ansätze induzieren Trancezustände, wirken beruhigend und schmerzlindernd und führen nachweislich zu strukturellen Veränderungen des Gehirns. Wie sich Meditation und Hypnose voneinander unterscheiden, hängt von der Definition und dem Selbstverständnis, derjenigen ab, die sie verwenden. Aus meinem Verständnis heraus dient die Meditation der spirituellen Erfahrung, der Losgelöstheit von allen Gedanken und Vorstellungen. Hypnose als Methode im Coaching oder therapeutischen Kontext ist immer auf ein Ziel ausgerichtet. Das Ziel und damit die Suggestionen und die damit verbundenen imaginierten Vorstellungsbilder bestimmen die Wirkung.
Wie läuft eine Hypnose-Sitzung ab?
Der Aufbau einer Hypnose-Sitzung folgt im Groben dem Schema: Vorgespräch, Induktion (Tranceinleitung), therapeutische Arbeit, Ausleitung. In der Regel wird Hypnose im Liegen oder Sitzen durchgeführt. Dann sind die Augen zumeist geschlossen und es stellt sich ein Zustand der angenehmen Entspannung ein. Genauso gut ist es aber möglich, eine Hypnose im Stehen und mit offenen Augen durchzuführen. Auch Sprechen ist in einer hypnotischen Trance möglich.