STRESS & BURNOUT
Auf dieser Seite finden Sie Orientierung: wie Stress- und Burnout-Dynamiken entstehen und wie Integrative Hypnosetherapie hilft, wieder zu Klarheit, Regeneration und stimmiger Selbststeuerung zu finden.
WENN LEISTUNG INS LEERE LÄUFT
Vielleicht kennen Sie das: Sie funktionieren, obwohl Sie nachts schlecht schlafen. Die To-do-Liste wächst schneller als Ihr Tag. Ein innerer Antreiber drückt aufs Tempo, der Kopf kreist – und obwohl Sie „nur noch schnell“ alles fertig machen wollen, fühlen Sie sich gleichzeitig gereizt und leer. Grenzen setzen fällt schwer und für Erholung bleibt kein Raum. Irgendwann kippt es: Die Konzentration sinkt, Zynismus nimmt zu. Der Körper meldet sich immer deutlicher – bis der Akku leer ist und nichts mehr geht.
Woran Sie Stress- und Burnout-Muster erkennen
Körperlich
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Nicht-erholsamer Schlaf, Verspannungen, Kopfschmerz/Migräne
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Magen/Darm-Reaktionen, Engegefühl, Herzrasen
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Erschöpfung trotz „funktionieren“
Mental & kognitiv
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Grübeln, Gedankenkreisen, Entscheidungsblockaden
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Perfektionismus, innere Kritikerstimme, „Nie genug“-Gefühl
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Reizüberflutung, Konzentrationsabfall
Emotional
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Gereiztheit, innere Unruhe, Angst vor Fehlern
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Leere, Zynismus, Rückzug – typische Burnout-Zeichen
Verhalten
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Mehrarbeit, Kontrollieren, Multitasking – oder Prokrastination
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Schwierigkeit, Grenzen zu setzen und Hilfe anzunehmen
Gerade Menschen mit hohen Standards, Verantwortungsbewusstsein und Loyalität sind gefährdet, in ein Minusgeschäft zu rutschen.
Burnout hypnosystemisch verstehen: Wenn wir ins Minus rutschen
Im hypnosystemischen Verständnis ist Burnout keine „Schwäche“, sondern eine nachvollziehbare Antwort eines hoch engagierten Systems, das lange Zeit auf Lösungsstrategien gesetzt hat – mehr leisten, noch verlässlicher sein, Fehler vermeiden, für andere mitdenken – die irgendwann keine Resonanz mehr bekommen. Gerade Menschen mit hohen Standards, Verantwortungsbewusstsein und Loyalität sind gefährdet, in ein Minusgeschäft zu rutschen: Sie geben über Monate oder Jahre Zeit, Energie und Hingabe, erhalten aber zu wenig Anerkennung, Zugehörigkeit oder Sinn zurück. Der Organismus reagiert vernünftig: Energiesparen. Antrieb und Freude gehen zurück, Zynismus und Distanzierung nehmen zu – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern als Schutzfunktion.
Parallel verengt sich die Aufmerksamkeit auf Probleme: Gehirn und Körper geraten in Daueralarm. Grübeln ersetzt Neugier, Kontrolle ersetzt Kreativität. In diesem Zustand ist das System kaum noch offen für neue Lösungen – nicht, weil Sie unfähig wären, sondern weil Physiologie und Bedeutungskonstruktion auf „Überleben“ statt auf Entwicklung gestellt sind. Genau hier setzt die hypnotherapeutische Arbeit an: Wir helfen dem Nervensystem, aus dem Alarmmodus heraus wieder Regenerationszugänge zu finden, damit Leistung, Sinn und Lebendigkeit zurückkehren können – ohne das alte Muster „noch mehr vom Gleichen“.
Worum es oft geht
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Innere Antreiber & Kognitionen: „Sei perfekt“, „Reiß dich zusammen“, Schwarz-Weiß-Denken.
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Nervensystem unter Dauerlast: Alarm dominiert, Regeneration kommt zu kurz.
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Kontexte & Rollen: Erwartungen am Arbeitsplatz, Loyalität, unausgesprochene Regeln.
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Sinn & „Minusgeschäfte“: Mehr geben als zurückbekommen – auf Dauer zehrt das aus.
Wie integrative Hypnosetherapie bei Burnout helfen kann
Bei Burnout arbeite ich schwerpunktmäßig ressourcen- und lösungsfokussiert und zugleich ursachenorientiert. Ziel ist nicht, „härter zu funktionieren“, sondern intelligenter zu regulieren – innen wie außen.
- Nervensystem regulieren: Polyvagal-orientierte Mikro-Sequenzen (verlängerte Ausatmung, Blick „weit stellen“, sanfte Vagus-Mobilisation), Körperwahrnehmung und Rhythmus helfen, von Alarm in Regenerationsfähigkeit zu wechseln. Dadurch wird Veränderung überhaupt anschlussfähig.
- Ursache & Emotion (Affekt-Brücke): Wir folgen aktuellen Stressreaktionen zu frühen Prägungen (z. B. „Wert = Leistung“, „Sei stark“). In Trance entstehen korrigierende Erfahrungen: Der Körper beruhigt, Gefühle dürfen fließen; Bedeutungen werden neu verhandelt – ohne die Vergangenheit „löschen“ zu wollen.
- Arbeit mit Anteilen (Ego-State): Antreiber, Kritiker, Loyaler „Alles-Träger“ und Erschöpfter Anteil werden hörbar. Statt Dauerkampf entwickeln wir Kooperation: Schutz bleibt, wird aber flexibler und menschlicher. Grenzen setzen wird innerlich erlaubt.
- Kognition & Transfer: Innere Sätze wie „Nur perfekt genügt“ oder „Ich darf niemanden enttäuschen“ werden entdogmatisiert. In Trance verknüpfen wir neue Deutungen („gut genug“, „stimmige Prioritäten“) mit spürbarer Ruhe. Das Gehirn schreibt Kopplungen bei der Rekonsolidierung um: Auslöser → Alarm wird zu Auslöser → wählbar/regulierbar.
- Kontext & Grenzen: Hypnosystemisch beziehen wir Rahmenbedingungen ein: Rollenklärung, Erwartungsmanagement, Anerkennungsquellen, „Stop-Doing“-Listen. So wird die innere Veränderung im Außen haltbar.
Wichtiger Hinweis:
Bei deutlicher Erschöpfung bitte ärztlich checken (z. B. Schilddrüse, Eisen/Ferritin, Vitamin D, Schlafstörungen). Hypnosetherapie ersetzt keine medizinische Behandlung – sie ergänzt sie sinnvoll.